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1 februar 2024, von Patrick DENNY, Kunstberater & Kunsthandler

Kunstsammler spielen seit langem eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Kunst und des ästhetischen Geschmacks und spielen eine entscheidende Rolle auf dem Kunstmarkt. Ihr Einfluss erstreckt sich auch auf künftige Markttrends. Die heutigen Kunstsammler unterscheiden sich jedoch deutlich von ihren Vorgängern, denn ihr Profil hat sich mit dem Aufkommen der digitalen Kunst weiterentwickelt. Der Aufstieg der digitalen Kunst hat auch neue Sammlertypen hervorgebracht.

In diesem Artikel werden wir versuchen, die Identität dieser neuen Sammler näher zu beleuchten.

GENERATION Z: DIE ZUKÜNFTIGEN AKTEURE AUF DEM KUNSTMARK 🎨🔮

Eine neue Welle von Sammlern ist im Entstehen begriffen, die eine immer bedeutendere Position auf dem Kunstmarkt einnimmt: junge Kunstsammler, auch bekannt als Generation Z, die eine Altersspanne bis 25 Jahre abdeckt. Sie haben ein ausgeprägtes Interesse am Aufbau von Kunstsammlungen.

Als treibende Kraft auf dem Kunstmarkt definiert die Generation Z die Trends im Kunstsammeln neu. Diese jungen Sammler stehen an der Spitze eines bedeutenden digitalen Wandels und treiben den Online-Kunstmarkt auf beeindruckende Zahlen, die bis 2030 auf 16 Milliarden Euro geschätzt werden.

Dank der Technologie und der sozialen Netzwerke betrachtet die Generation Z Kunst als eine Erweiterung ihrer persönlichen Identität. Diese wohlhabenden jungen Sammler, die sich über die Vereinigten Staaten, Europa und vor allem Asien verteilen, werden zu wichtigen Akteuren für internationale Auktionshäuser.

In der ersten Hälfte des Jahres 2023 gaben wohlhabende Millennials in Asien durchschnittlich 55.000 Euro für Kunstwerke aus, dicht gefolgt von der Generation Z, die 52.000 Euro investierte.

Nach den Prognosen der Art Basel & UBS-Studie 2023 wird diese junge Generation bis 2030 ein beträchtliches Vermögen von bis zu 65.000 Milliarden Euro anhäufen.

WIE UNTERSCHEIDET SICH DIE GENERATION Z VON IHREN VORGÄNGERN? 🤔

Jüngere Kunstkäufer verfolgen eher Investitionsziele und wenden sich aufstrebenden Künstlern sowie sozial engagierter Kunst zu, z. B. einheimischen Künstlern.

Sie neigen auch eher dazu, die Bestrebungen bestimmter Künstler zu analysieren, als sich auf die Kunstgeschichte zu konzentrieren, wie es frühere Generationen taten. Im Jahr 2023 werden die Millennials Skulpturen, Installationen und Fotografie bevorzugen.

Die Sammler der Generation Z haben die Ausgaben für digitale Kunst und Drucke überholt. Jüngere Käufer schätzen aufstrebende Künstler in ihren Sammlungen (64 %), was eine Verschiebung der Prioritäten gegenüber der vorherigen Generation erkennen lässt. Bemerkenswert ist, dass renommierte Künstler bei jungen Sammlern weniger beliebt sind (11 %) als bei ihren älteren Kollegen (23 %).

Die Technologie hat den Online-Kauf von Kunstwerken einfacher, schneller und sicherer gemacht und ermutigt jüngere Käufer zum Kauf, auch zu höheren Preisen.

Die sich entwickelnde Landschaft der Sammlergeneration Z ist eine dynamische Kraft, die die Zukunft des Kunstmarktes gestaltet.

WIE SIEHT ES MIT DEM ONLINE-EINKAUF AUS? 💻🛒

Die Metamorphose des globalen Kunstmarktes geht einher mit dem Auftauchen einer neuen Generation von Kunden, hauptsächlich Investoren. Eine von Hiscox durchgeführte Studie zeigt eine wachsende Tendenz unter Millennials, Kunstwerke online zu kaufen, eine völlig normale Praxis. Überraschenderweise ist dieser Trend auch bei älteren Generationen, wie der Generation X und den Babyboomern, zu beobachten.

Leichter Zugang zu Informationen, Preistransparenz und garantierte Qualität werden häufig als die Hauptvorteile von Online-Transaktionen genannt. Etwa ein Drittel der jungen Käufer und fast 40 % der Erstkäufer von Kunstwerken gaben an, dass sie ihren ersten Kunstkauf online getätigt haben. Der Online-Markt spielt also eine entscheidende Rolle bei der Gewinnung neuer Sammlergenerationen. Obwohl jüngere Käufer eher geneigt sind, verschiedene Plattformen zu erkunden, bleibt die Mehrheit der Käufer, unabhängig von ihrem Alter, ihren bevorzugten Marktplätzen treu.

Millennials zeichnen sich auch durch ihre Risikobereitschaft aus, wenn sie in künstlerische Produkte investieren, eine Einstellung, die bei den Älteren weniger verbreitet ist. Infolgedessen nutzen sie die sozialen Medien nicht nur, um Kunst zu kaufen, sondern auch, um mehr darüber zu erfahren.

Im Jahr 2023 gaben 29 % der Kunstkäufer an, dass sie Werke direkt über Instagram erworben haben. Bei den Käufern unter 35 Jahren stieg diese Zahl in den letzten 12 Monaten auf 42 %. Instagram entwickelt sich somit zu einem wichtigen Marketinginstrument für Künstler und Galerien, das es ihnen ermöglicht, auf Vertrauen und Interesse basierende Beziehungen mit der jüngeren Generation zu pflegen.

Die Forscher, die hinter der jüngsten gemeinsamen Studie von Art Basel und UBS stehen, weisen zudem auf regionale Unterschiede bei den Kunstkäufen hin, sowohl online als auch offline. In Taiwan, Brasilien und Deutschland beispielsweise bevorzugt ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Käufer die Verkäufe von Online-Händlern. In Japan und auf dem chinesischen Festland sind diese Anteile für das Jahr 2023 dagegen geringer.

Mein Name ist Patrick DENNY, Kunsthändler und Kunstsammler. Ich entmystifiziere dieses faszinierende Universum für Sie und helfe Ihnen, die richtige Wahl zu treffen! #ZeitgenössischeKunst #Kunstkennenlernen #KunstRatgeber
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